HL HE Dialog: Nach der Kunst
Seit 2017 präsentieren die Kunstmuseen Krefeld mit der Reihe HLHE Dialog in den benachbarten Villen Mies van der Rohes die Gegenüberstellung von historischen und jüngeren beziehungsweise zeitgenössischen Positionen in Kunst, Design und Architektur, die das Erbe der Moderne immer wieder neu reflektieren. Ab dem 19. April 2026 führen die Kunstmuseen Krefeld ihre Reihe mit «HL HE Dialog: Nach der Kunst» fort. In Dialog treten die ugandische Künstlerin Acaye Kerunen mit ihrer ersten musealen Einzelausstellung und Debüt in Deutschland sowie Bernhard Fuchs mit seiner neuen Fotoserie Heustock.
Acaye Kerunen in Haus Lange
Acaye Kerunen (geb. in Kampala, Uganda) arbeitet interdisziplinär in der visuellen und darstellenden Kunst, in den Bereichen Film, Klang, Poesie und ist ebenso als Kuratorin tätig. Sie ist eine der wichtigsten Stimmen Ostafrikas und vertritt Uganda dieses Jahr zum dritten Mal auf der Biennale in Venedig. Die besondere Kraft ihres skulpturalen und installativen Werke resultiert aus der Verbindung von natürlichen Materialien, dem Handwerk und einer auf Kooperationen ausgerichteten Kunstpraxis. Kerunen fertigt ihre Arbeiten aus Raffia, Bast, den Fasern von Palmblättern und Rindenstoff – Materialien, die aus Pflanzen der Region östlich von Kampala gewonnen und traditionell in der Flechtkunst verwendet werden. Sie kooperiert mit Frauengemeinschaften in Uganda, die das Handwerk weiterführen und alltägliche Gebrauchsdinge wie Körbe, Matten, Stoffe und Bänder fertigen.
Die Kunstmuseen Krefeld richten der Künstlerin ihre erste museale Einzelausstellung und ihr Debüt in Deutschland aus. In Haus Lange verbindet Kerunen ihre bisherige Produktion mit neuen, speziell für Krefeld geschaffenen Arbeiten. Skulpturale Werke, partizipative Installation, ein Film und weitere Werke geben einen Einblick in das komplexe und zugleich sinnliche Werk dieser außergewöhnlichen Künstlerin.