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MAG #1
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HANDMADE

Traditionelle Washi-Herstellung für einzigartige Sicht- und Blendschutzsysteme von Wood & Washi

Washi – ein Material mit Zeit: In kräftigen Bewegungen ziehen die Arbeiter*innen der Washi-Manufakturen die Rinde von den zuvor gedämpften Maulbeerzweigen ab. In der Selbstverständlichkeit ihrer Bewegungen und im Rhythmus ihrer Arbeit liegen eine über Jahre gewachsene Erfahrung und Routine. Und das Gefühl für ihr Produkt, das sie in dieser Zeit entwickelt haben. Verwachsen mit ihrer Tätigkeit. Die abgezogenen Rinden werden dann in großen Becken mit klarem Wasser so lange gewaschen bis sie ihre natürlichen Farbstoffe verlieren und ganz weiß werden. Das anschließende Kochen lässt die Fasern auseinanderfallen und macht sie weich und geschmeidig. Der Pulp ist entstanden – Fasermasse und Hauptbestandteil des späteren Washi – und wird aus den dampfenden Trögen gehoben, auf einer Steinplatte mit schweren breiten Holzhammern regelrecht zermalmt. Die Fasern sind jetzt feiner, kürzer und homogener.


Dieser Faserbrei wird nun in rechteckige, mit klarem Wasser gefüllte Becken gegeben und gleichmäßig verteilt. Unter der Zugabe von Wurzelleim dickt das wässrige Gemisch ein, die Fasern beginnen sich zu vernetzen. Das ist der Moment, in dem die Washi-Meister ihre mit Holzmatten versehenen Rahmen in die Becken eintauchen, um mit gekonnten, schaukelnden Bewegungen den Faserbrei auf der Matte einzusammeln. Hauchdünn und fein auf der Holzfläche verteilt heben sie ihn aus dem Wasser heraus. In einer einzigen Bewegung wenden die Washi-Meister mithilfe der Holzmatte die festwerdende Masse und legen sie auf einem Stapel zuvor gefertigter Washi-Blätter ab. Vorsichtig ziehen sie nun die Holzmatte ab und bereiten den Rahmen für das nächste Blatt vor. Nach und nach entsteht ein ganzer Stapel feiner, nasser Washi-Bögen, der über Nacht liegen bleibt. Am kommenden Morgen wird durch das Zusammenziehen zweier Holzplatten über Schraubzwingen das restliche Wasser herausgepresst. Jeder einzelne hauchdünne Bogen wird zum Trocknen in Sonne und Wind aufgehängt.


Das Washi zeigt nun seine Feinheit und seine besondere, sanfte Transparenz, die seit Jahrhunderten für japanische Schiebewände, die Shoji, genutzt wird. Eine Eigenschaft, die auch Premiumhersteller WOOD & WASHI aus dem niederländischen Groningen fasziniert und die der Hersteller in seinen Blinds und Shades einsetzt.


Die folgenden Videos erlauben kleine Einblicke in die traditionelle Handwerkskunst zur Fertigung von japanischem Papier.